Sonographische Untersuchungen

Hintergründe
zur sonographischen Untersuchungen

Die Sonographie (Ultraschalluntersuchung) steht zur Erstbeurteilung und für Verlaufskontrollen zur Verfügung auch zur Feststellung bösartiger Erkrankungen. Mit Ultraschall können krebsverdächtige Herde (z.B. Metastasen der Leber) erkannt und erste Hinweise auf ihre Bösartigkeit gewonnen werden. Darüber hinaus sind ultraschallgesteuerte Biopsien und Zytologien (Entnahmen von Gewebeproben oder freier Flüssigkeit) möglich.

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Seit dem Ende der 40-iger Jahre wurde die Methode zunehmend auch im medizinischen Bereich eingesetzt. Durch die heute zur Verfügung stehende Computertechnik mit der Verfügbarkeit von leistungsstarken Rechnern wurde die Methode nochmals revolutioniert. Damit ist die Sonographie das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin überhaupt. Ein wesentlicher Vorteil der Sonographie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls häufig verwendeten Röntgen liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Auch sensibles Gewebe (z.B. bei Ungeborenen) werden nicht geschädigt, die Untersuchung ist schmerzfrei und jederzeit wiederholbar.

Die Sonographie ist das wichtigste Verfahren bei der Untersuchung akuter Bauchschmerzen (akutes Abdomen), bei Gallensteinen und bei der Beurteilung von Gefäßen. Weiterhin kann die Schilddrüse, das Herz (Echokardiographie), die Nieren, die Harnwege und die Blase beurteilt werden.

Durch Einsatz von Echokontrastverstärkern (Kontrastmittel) ist in geeigneten Fällen eine weitere Verbesserung der Diagnostik möglich.

Spektrum

Schilddrüsen-Sonographie

Abdomen (Bauch)

Sonographie hirn­versorgender Gefäße

Sonographie arterieller Gefäße

Herzultraschall

Schilddrüsen-Sonographie

Die Schilddrüse ist ein Organ, welches am Hals liegt und Hormone bildet. Die von der Schilddrüse produzierten Hormone regullieren den Grundumsatz und sind für zahlreiche Körperfunktionen wichtig. Die lebenswichtigen Hormone wirken in fast allen Körperzellen und sind verantwortlich für die Anregung des Energiestoffwechsels.

Die Schilddrüsenultraschalluntersuchung ist ein nicht-invasives Verfahren und ist daher schmerzlos, komplikationsfrei und risikolos. Die Methode ist entscheidend für die Abklärung auffälliger Befunde der Schilddrüse oder dient der Kontrolluntersuchung.

  • Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion
  • Hyperthyereose = Schilddrüsenüberfunktion
  • Thyreoiditis = Schilddrüsenentzündung
  • Hashimoto Thyreoiditis = Autoimmunerkrankung, häufigste Form der Entzündung der Schilddrüse
  • Immunhyperthyerose Basedow = Autoimmunerkrankung
  • Maligne Erkrankungen der Schilddrüse

Die Ultraschalluntersuchung ist ungefährlich für den Patienten und kann problemlos wiederholt zum Einsatz kommen. Die Sonographie kann zu jeder Zeit gemacht werden, da der Patient nicht nüchtern sein muss und auch die eingenommenen Medikamente keine Rolle spielen.

Viele Patienten bemerken eine Störung der Schilddrüsenfunktion nicht, diese kann man mit einer Blutuntersuchung und einer Sonographie der Schilddrüse gut feststellen.

Bitte sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde.

Abdomen (Bauch)

Sonographie des Abdomens (Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane), dient in erster Line der Diagnostik der soliden Organe (Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse).

Sofern erforderlich, können Gewebeproben unter Ultraschallkontrolle entnommen werden. Die Sonographie ist das beste und einfachste Verfahren zur Feststellung von Gallenblasensteinen (Cholecystolithiasis).

Weitere Möglichkeiten der Sonographie:

  • Farbdoppler-Duplex-Sonographie (Beurteilung der Durchblutung von Bauchorganen)
  • Kontrastmittel-Sonographie (Optimierte Darstellung von Leberherden)
  • Leberbiopsie (Gewinnung einer Lebergewebeprobe bei Lebererkrankungen)
  • Feinnadelpunktion (ultraschallgezielte Entnahme von Gewebeproben aus Tumoren im Bereich der Bauchorgane)
  • Aszitespunktion (Entnahme von Flüssigkeit aus der Bauchhöhle bei Bauchwassersucht zur - Diagnostik und Entlastung)

Sonographie hirnversorgender Gefäße

Die Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße ist völlig ungefährlich, schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung. Mittels einer Ultraschallsonde am Hals kann man die hirnversorgenden Gefäße darstellen und sehen , ob eine gefährliche Verkalkung durch Arteriosklerose oder eine Engstellung der Halsschlagader besteht.

Die Halsschlagader ist die Hauptarterie im Hals, die das Gehirn mit Blut versorgt.
Verkalkungen oder Plaquebildungen der Halsschlagader finden sich im Alter häufiger bei älteren Menschen. Eine Engstellung der Halsschlagader (Carotisstenose) kann auch zur Bildung von Blutgerinnseln führen, die dann wandern können zum Gehirn und dort einen leichten oder größeren Schlaganfall auslösen können.

Risikofaktoren für die Entstehung einer Carotisstenose ist ein zu hoher Blutdruck.

Wie Sie einem Schlaganfall vorbeugen können finden Sie auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.

Diese Leistung bieten wir Ihnen auch als Selbstzahler-Leistung an (sog. "IGEL-Leistung"), um Ihre Wartezeiten bei den Fachärzten zu verkürzen.

Sonographie arterieller Gefäße

Die Dopplerdruckmessung dient zum Nachweis von Durchblutungsstörungen der Beingefäße. Bei dieser Untersuchung kann sowohl die Gestalt der Beingefäße (Größe, Erweiterung, Verkalkung der Wand), als auch die Blutmenge bestimmt werden.
Ziel der Untersuchung ist es Durchblutungsstörungen der Extremitäten (Beine) zu erkennen.

Mit zunehmendem Alter werden die Arterienwände steifer. Dabei kommt es zu Ablagerungen in den Gefäßwänden ( Arterieosklerose oder Arterienverkalkungen).

Als Folge können Veränderungen des Gefäßdurchmessers, einer Gefäßverengung ( Stenose) oder sogar zu einem Gefäßverschluss ( PAVK) kommen.

Häufig sind mehrere Organe von einer arteriellen Durchblutungsstörung betroffen. Ein Patient der eine Durchblutungsstörung der Beine hat, hat auch meist ein erhöhtes Risiko an einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt zu erkranken.

Nutzen Sie deshalb die Untersuchungsmethode um festzustellen, ob Sie an einer Durchblutungsstörung leiden.

Mehr Informationen zu Arteriosklerose der Beine finden auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.

Diese Leistung bieten wir Ihnen auch als Selbstzahler-Leistung an (sog. "IGEL-Leistung"), um Ihre Wartezeiten bei den Fachärzten zu verkürzen.

Herzultraschall

Ein Ultraschall des Herzens wird meist eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit des Herzens zu beurteilen und allfällige Erkrankungen zu erkennen. Mögliche Einsatzgebiete für Herzultraschall sind: Herzgeräusche bei Kindern. Verdacht auf Herzinfarkt.

Die Echokardiografie (Herzecho oder Herzultraschall) ist die Ultraschalluntersuchung des Herzens.
Sie macht Herzmuskel, Herzhöhle, Herzklappen und Herzbeutel, die Pumpbewegung der Herzkammer und die Blutströmungsrichtung innerhalb der Herzhöhle sichtbar.

Sie liefert wertvolle Informationen über die Herzfunktion und eventuelle Defekte. Herzmuskelerkrankungen, Entzündungen, Blutgerinnsel und eine Herzschwäche lassen sich mithilfe eines Herzechos ebenfalls erkennen. Grundsätzlich ist die Durchführung eines Herzultraschalls für die Patienten risikoarm und schmerzfrei.

Diese Leistung bieten wir Ihnen auch als Selbstzahler-Leistung an (sog. "IGEL-Leistung"), um Ihre Wartezeiten bei den Fachärzten zu verkürzen.

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Frau Gisela Augat

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Frau Dr. med. Elena-Mihaela Koussarah

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